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Content Amplification: Wie und warum du sie nutzen solltest
Heute rücken die Welt des Influencer Marketings und die der Werbung immer näher zusammen. Es ist längst keine Seltenheit mehr, im Feed auf Posts zu stoßen, die von Marken gesponsert werden, deren Content aber ursprünglich von einem Influencer erstellt wurde.…

Heute rücken die Welt des Influencer Marketings und die der Werbung immer näher zusammen. Es ist längst keine Seltenheit mehr, im Feed auf Posts zu stoßen, die von Marken gesponsert werden, deren Content aber ursprünglich von einem Influencer erstellt wurde. Die Rede ist von Amplification. Ein genauerer Blick auf diese Technik, die ihre Wirksamkeit bei der Verlängerung und Leistungssteigerung von Influencer-Kampagnen immer wieder bewiesen hat.
Was ist Amplification?
Amplification ist eine Technik im Influencer Marketing, bei der der organische Content von Influencern gesponsert wird, der im Rahmen einer Kampagne oder Kooperation mit einer Marke entstanden ist. Die Marke schaltet also Media-Buys in sozialen Netzwerken, vor allem auf Instagram, mit dem Content von Meinungsführern und spricht somit durch sie. Amplification ist eine beliebte Praxis, die direkt aus den USA kommt. Dort gibt es kaum Kampagnen, deren Content nicht amplifiziert wird. In Europa ist das Verfahren noch nicht so ausgereift, gewinnt aber immer mehr an Boden.
Warum Amplification nutzen?
Amplification hat viele Vorteile. Zunächst, und das muss niemandem mehr bewiesen werden, sind Nutzer:innen gegenüber dem Content von Influencern, denen sie folgen und die als authentischer gelten, empfänglicher als gegenüber klassischer Werbung. Sie können sich damit schlicht leichter identifizieren.
Außerdem erreichen die organischen Posts von Meinungsführern nie 100 % ihrer Community, sondern nur einen Teil davon. Mit einem Amplification-Budget stellt die Marke sicher, dass der Großteil der Community erreicht wird.
Die Technik ermöglicht es auch, die Reichweite zu erhöhen, indem eine sogenannte „Affinity“-Zielgruppe angesprochen wird, also Menschen mit denselben Merkmalen und Interessen wie die Community des Influencers, die ihr aber nicht angehören. Statt sich nur auf die Community der Influencer zu konzentrieren, kann die Marke so die gesamte Instagram-Community ansprechen, die dieselben Merkmale und Interessen teilt. Außerdem lässt sich die Sichtbarkeit des Contents gezielt auf einen bestimmten Teil der Zielgruppe lenken, zum Beispiel nach Standort, Geschlecht oder Altersgruppe.
Im Vergleich zu einem organischen Post eines Creators lässt sich mit Amplification die Performance von Influencer-Kampagnen vervierfachen. Ein weiterer großer Vorteil beim Sponsern dieses Contents ist die Möglichkeit, einen Call-to-Action hinzuzufügen, der auf einen Link deiner Wahl weiterleitet.
Auch der Influencer, dessen Post an Sichtbarkeit gewinnt, profitiert: Er gewinnt Follower und Sichtbarkeit und wird dabei noch vom Werbetreibenden bezahlt! Die Affinity-Zielgruppe der Werbekampagne entdeckt den Content eines Influencers, den sie noch nicht kennt, und folgt ihm vielleicht, wenn der Content sie interessiert. Neben der Sichtbarkeit verbessert sich die Markenbekanntheit, wenn die Marke mit dem Image eines Creators verbunden wird, in dem sich die Zielgruppe wiedererkennt. All diese Faktoren können am Ende die Conversions steigern.
Wie funktioniert Amplification?
Es gibt zwei Wege zur Amplification: über den Account des Werbetreibenden oder über den Account des Influencers.
Amplification über den Account des Werbetreibenden ist heute das am häufigsten genutzte Format. Die Marke sammelt den Content, der im Rahmen der Kooperation mit dem Influencer veröffentlicht wurde, und postet ihn erneut auf ihren sozialen Netzwerken. Über ihre Accounts erstellt sie dann Werbekampagnen und amplifiziert den Content, um mehr Menschen zu erreichen. Mit dieser Technik wird der Influencer zum Markenbotschafter.
Es ist auch möglich, direkt über den Account des Influencers zu amplifizieren, in Europa ist dieses Format aber noch seltener. Die Mechanik ist einfach: Der Influencer gibt dem Werbetreibenden für eine bestimmte Zeit Zugriff auf seinen Account, und dieser richtet dann die Kampagne ein, um den oder die betreffenden Posts zu amplifizieren. In den USA zögern Marken nicht mehr, das zu tun. In Europa dagegen wird Content viel seltener direkt über Influencer-Accounts amplifiziert, denn Influencer sind noch sehr zurückhaltend, wenn es darum geht, Zugriff auf ihre Accounts für das Aufsetzen der Kampagne zu gewähren.
Wo liegen die Grenzen der Amplification?
Du hast es erraten: Amplification bietet viele wichtige Vorteile, um die Sichtbarkeit und Wirkung einer Influencer-Kampagne zu steigern. Eigentlich müsste also jeder Influencer für eine Werbekampagne zu haben sein, die seinem Content mehr Sichtbarkeit verschafft. Trotzdem sind manche bei Kooperationen noch zurückhaltend gegenüber dieser Technik. Denn wie jede Technik hat sie Grenzen, die du berücksichtigen solltest, bevor du sie einsetzt.
Die Werbemüdigkeit der Nutzer:innen
Beim Aufsetzen einer Influencer-Marketing-Kampagne und bei der Auswahl der Influencer, die die Marke vertreten sollen, wird die Zielgruppe (Anzahl der Follower, Altersgruppe, Interessen, Standort usw.) berücksichtigt. Es ist also ganz normal, dass eine Marke hochwertigen Content eines Influencers mit möglichst vielen Menschen aus der Community und/oder mit denselben Merkmalen teilen möchte.
Wichtig ist aber, nicht in die Falle zu tappen, Content übermäßig und ununterbrochen zu amplifizieren, sonst landest du bei aggressiver Werbung. Wird derselbe Post zu oft ausgespielt, kann das negative Folgen für deine Kampagne haben und zu negativem Feedback und Kommentaren der Zielgruppe führen.
Setze stattdessen auf eine maßvolle und transparente Amplification: Entscheidend ist nicht die Höhe des Budgets, sondern wie du es einsetzt. Wenn du die richtige Balance findest, schadest du weder deinem Image noch dem des Influencers und berücksichtigst die Bedürfnisse aller Beteiligten der Kampagne, auch die der Internetnutzer:innen.
Fehlende Kontrolle für Influencer
Eine der Befürchtungen von Influencern bei der Amplification ist, keine Kontrolle über das Aufsetzen und Ausspielen der Werbekampagne sowie über die Nutzung ihres Images zu haben.
Beruhige deine Botschafter in Bezug auf die geplante Nutzung des produzierten Contents und vereinbart die Nutzungsbedingungen gleich zu Beginn der Kooperation. So schaffst du eine Beziehung voller Vertrauen und Transparenz mit deinen Influencern und vermeidest Missverständnisse. Wie oft wird der Post der Öffentlichkeit gezeigt? Wie hoch ist das Budget für diese Aktion? Wann endet die Werbekampagne? Beantwortet diese Fragen gemeinsam bei der Vertragsverhandlung.
Tipps von Stellar
- Du planst, Content zu amplifizieren? Gute Strategie! Hol dir alle nötigen Informationen, bevor du loslegst, oder lass dich von Agenturexperten wie Stellar unterstützen, die dich bei deinen ersten Schritten begleiten.
- Es ist völlig normal, die Kosten für Content mit Influencern durch Amplification abfedern zu wollen, aber übertreib es nicht! Nutzer:innen sind aggressive und dauerhafte Werbung leid.
- Vereinbare die Nutzungsbedingungen für die Posts deiner Influencer und ihr Image vor der Kooperation. So vermeidest du Missverständnisse, schaffst eine Vertrauensbasis und strukturierst die Werbekampagne.
- Erkläre dem Influencer die Vorteile einer zusätzlichen Amplification-Phase in der Kampagne. Vielleicht beherrscht er die Technik noch nicht und lässt sich überzeugen, seinem Profil und Content mehr Sichtbarkeit zu verschaffen!
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