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Virtuelle Influencer

Wer sind virtuelle Influencer und wie prägen sie das Social Media Marketing?In den letzten Jahren ist im Social Media Marketing eine neue Art von Influencern entstanden: virtuelle Influencer. Anders als klassische Influencer, die echte Menschen sind, sind virtuelle Influencer komplett…

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Wer sind virtuelle Influencer und wie prägen sie das Social Media Marketing?

In den letzten Jahren ist im Social Media Marketing eine neue Art von Influencern entstanden: virtuelle Influencer. Anders als klassische Influencer, die echte Menschen sind, sind virtuelle Influencer komplett digitale Schöpfungen, oft mit CGI (computergenerierten Bildern) gestaltet. Sie unterliegen keinen physischen Grenzen, sodass Marken die perfekte Persona entwickeln können, um ihre Zielgruppen anzusprechen. In diesem Artikel schauen wir uns an, was virtuelle Influencer sind, wie sie funktionieren und warum sie in vielen Marketingstrategien eine zentrale Rolle spielen.

Was sind virtuelle Influencer?

Virtuelle Influencer sind digitale Figuren oder Avatare, die von Marken, Kreativteams oder Einzelpersonen gesteuert werden. Diese Figuren sehen aus und verhalten sich wie Menschen und tauchen auf Social-Media-Plattformen genauso auf wie jeder andere Influencer. Sie posten Content, interagieren mit Followern und bewerben sogar Produkte oder Dienstleistungen. Der große Unterschied: Sie sind keine echten Menschen. Ihre Persönlichkeit, ihr Handeln und ihre Botschaften entstehen in einer kontrollierten, digitalen Umgebung.

Diese Influencer werden meist mit fortschrittlicher CGI-Technologie erstellt, um realistische Bilder, Videos und Animationen zu erzeugen. Manche haben sogar eine Hintergrundgeschichte, eine eigene Persönlichkeit und eine bestimmte Ästhetik, die gezielt auf bestimmte Zielgruppen zugeschnitten ist.

Wie funktionieren virtuelle Influencer?

Der größte Vorteil virtueller Influencer: Marken behalten ein hohes Maß an Kontrolle über ihre Botschaften und ihr Image. Anders als menschliche Influencer, die mit der Zeit ihre eigene Persönlichkeit und ihre eigenen Geschichten entwickeln, werden virtuelle Influencer vollständig von den Marken gesteuert, die sie erschaffen.

So funktioniert es:

  • Kontrolle durch die Marke: Virtuelle Influencer lassen sich so programmieren, dass sie zu den Werten und Botschaften der Marke passen. So bleibt der Content immer auf Linie.
  • Engagement: Wie menschliche Influencer können virtuelle Influencer mit Followern interagieren, indem sie liken, kommentieren und auf Nachrichten antworten. Das hilft, eine treue Community aufzubauen.
  • Content-Erstellung: Da sie komplett digital sind, können Marken mit virtuellen Influencern Content erstellen, der mit einem menschlichen Influencer schwierig oder unmöglich wäre, etwa fantastische Welten oder Szenarien.

Vorteile virtueller Influencer für Marken

Immer mehr Marken setzen virtuelle Influencer als Marketinginstrument ein, weil sie viele Vorteile bieten. Hier nur ein paar Gründe, warum virtuelle Influencer so attraktiv sind:

  • Volle Kontrolle: Bei einem virtuellen Influencer hat die Marke die volle Kontrolle über Image, Botschaften und sogar Aktivitäten. Es gibt kein Risiko für Kontroversen oder plötzliche Verhaltensänderungen.
  • Kosteneffizienz: Die Erstellung eines virtuellen Influencers kann anfangs teuer sein, aber es fallen keine laufenden Honorare oder Verträge an wie bei menschlichen Influencern. Marken können die Präsenz ihres virtuellen Influencers außerdem über mehrere Kampagnen oder Plattformen hinweg skalieren.
  • Grenzenlose Kreativität: Virtuelle Influencer unterliegen nicht denselben physischen oder logistischen Einschränkungen wie echte Menschen. Marken können stark stilisierten Content erstellen, von futuristischen Welten bis zu surrealen Szenarien, die mit einem menschlichen Influencer unmöglich wären.
  • Anziehungskraft auf jüngere Zielgruppen: Viele virtuelle Influencer haben ihre Nische bei jüngeren Generationen gefunden, vor allem bei technik- und gamingaffinen Menschen. Sie erreichen Zielgruppen, die sich von klassischen Promi-Testimonials weniger angesprochen fühlen.

Beispiele für bekannte virtuelle Influencer

Der Bereich der virtuellen Influencer ist noch relativ jung, aber es gibt bereits einige bekannte digitale Influencer, die für Aufsehen sorgen. Zu den beliebtesten gehören:

  • Lil Miquela: Wohl eine der bekanntesten virtuellen Influencerinnen. Lil Miquela ist eine digitale Figur, die in zahlreichen Werbekampagnen für Marken wie Prada, Calvin Klein und Samsung zu sehen war.
  • Shudu: Shudu ist ein weiteres sehr erfolgreiches virtuelles Model, bekannt für ihr atemberaubend lebensechtes Aussehen. Sie hat mit Modemarken zusammengearbeitet und ist sogar bei virtuellen Modenschauen über den Laufsteg gelaufen.
  • Imma: Die virtuelle Influencerin aus Japan ist zur Modeikone geworden und arbeitet mit namhaften Marken wie IKEA und Dior.

Diese virtuellen Influencer bewerben nicht nur Produkte, sondern sind auch für Content rund um Mode, Musik und Lifestyle bekannt. Sie haben inzwischen beachtliche Followerzahlen aufgebaut und sind damit genauso einflussreich wie ihre menschlichen Pendants.

Welche Herausforderungen bringen virtuelle Influencer mit sich?

Virtuelle Influencer bieten viele Vorteile, bringen aber auch Herausforderungen mit sich. Die wichtigste ist die Frage der Authentizität. Social-Media-Nutzer fühlen sich eher zu Influencern hingezogen, die echt wirken, und manche tun sich schwer, eine Verbindung zu einer komplett computergenerierten Figur aufzubauen.

Dazu kommt das Thema Kreativität: Virtuelle Influencer bieten zwar grenzenloses Potenzial für einzigartigen Content, doch Marken müssen die Balance finden zwischen Kreativität und den Erwartungen ihrer Zielgruppe.

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