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Influencer-Marketing-Trends 2021: Mach deine Marke bereit

Social-Media-Plattformen haben im vergangenen Jahr eine wichtige Rolle in unseren lokalen und globalen Gemeinschaften gespielt und werden das auch in diesem Jahr tun. Wie das International Braz J Urol in einem Beitrag mit dem Titel „Social media influence in the…

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Les Tendances majeures du marketing d'influence en 2021

Social-Media-Plattformen haben im vergangenen Jahr eine wichtige Rolle in unseren lokalen und globalen Gemeinschaften gespielt und werden das auch in diesem Jahr tun. Wie das International Braz J Urol in einem Beitrag mit dem Titel „Social media influence in the COVID-19 Pandemic“ festhält, war es „noch nie in der Geschichte der Menschheit möglich, während einer Pandemie so schnell zu kommunizieren“. Lockdowns in Ländern und auf Kontinenten zwangen uns, in einer Zeit großer Veränderungen und Unsicherheit neue Wege zu finden, um als Gemeinschaft zu bestehen.

Während einige von uns sich isolierten, im Homeoffice arbeiteten und ihr gewohntes Leben auf Pause stellten, suchten wir in den sozialen Medien emotionale Unterstützung, geistige Anregung, Nachrichten, das Nötigste zum Einkaufen und etwas unbeschwerte Unterhaltung.

Wir erlebten subtile, aber tiefgreifende Veränderungen in der Art, wie wir kommunizieren und gesellschaftliche Themen angehen. Wir erledigten berufliche Aufgaben im Homeoffice. Wir verbesserten den Zugang zu lebenswichtigen Gütern und erweiterten unsere Services, um Inklusion zu fördern.

Jetzt, da das bahnbrechende Jahr 2020 den Vorhang schließt und ein hoffnungsvolles 2021 beginnt, denken wir bei Stellar an dich: die Brand-Development-Manager, Digital Marketer und Content Creator, die entschlossen sind, ihr Publikum auf ehrliche und herzliche Weise zu erreichen. Gemeinsam mit dir wollen wir die Möglichkeiten erkunden, mit denen dein Business und deine Ideen im digitalen Raum aufblühen können.

Im Folgenden findest du unsere Prognosen und Empfehlungen für die Influencer-Marketing-Branche, damit du auf Überraschungen vorbereitet bist und deine Budgets und Kommunikationsmaßnahmen vorausschauend ausrichten kannst.

1. Integration von Influencer Marketing: 360 Grad denken

Lange galt Influencer Marketing als eigenständiger Teil des Marketings, der unabhängig von anderen Kanälen funktionierte. Die volatilen Marktbedingungen von heute erfordern jedoch einen stärker integrierten Ansatz, um nicht nur bei Influencer-Initiativen, sondern bei allen Marketinginvestitionen einen optimalen ROI zu sichern.

Immer mehr Marken gehen in diese Richtung, und wir empfehlen das unseren Kunden häufig. Wenn du Influencer-Initiativen in deinen Marketingplan einbindest, kannst du einheitliche Gespräche mit deinem Publikum und deinen Kunden führen und deiner Marke über alle Kanäle hinweg eine runde, konsistente und wirkungsvolle Botschaft geben. Es ist viel einfacher, deine Strategien zu verfeinern, wenn du die Bedürfnisse und Wünsche deiner Zielgruppe verstehst.

Ein interessantes Beispiel für eine 360-Grad-Marketingstrategie, die Influencer Marketing nahtlos integriert hat, ist die Kampagne Courageous Smile, die wir 2020 für unseren Kunden Colgate entwickelt haben. Sie startete Mitte des Jahres in Frankreich und den Niederlanden, gerade als die ganze Welt versuchte, die Lage zu begreifen, und es an Optimismus fehlte.

Die Mundpflegemarke wollte die Botschaft verstärken, dass „unser Lächeln unsere Stärke ist“ und dass persönliche Schwierigkeiten mit einer kleinen, aber kraftvollen Geste gelindert werden können. Als Champion des Optimismus wollte Colgate vermitteln, dass jeder mit einem Lächeln Angst, Vorurteile und Misserfolge überwinden kann.

Um mit einer starken Botschaft über verschiedene Kanäle hinweg wirklich etwas zu bewirken, trieb Stellar die Colgate-Kampagne mit einem ganzheitlichen Programm voran, das Influencer-Marketing-Aktivierungen sowie Pressemitteilungen, Social-Media-Werbung, Content Marketing und Employee Advocacy umfasste.

Wie sah die Kampagne in Frankreich aus, und wie erzeugte sie Wellen konsistenter Markenbotschaften?

• 8 Influencer-Botschafter zeigten echte Beispiele für gelebten Optimismus und erzählten in Instagram-Video-Teasern und Erfahrungsberichten, wie sie den Widrigkeiten ihres Alltags mit einem Lächeln begegnen.

• Diese Medien wurden dann zu einem echten internen Instrument, das von Colgate-Mitarbeitenden und Fans getragen wurde, den wichtigsten Influencern als „Brand Advocates“: 200 Mitarbeitende und Social-Media-Follower in Frankreich gaben am Internationalen Tag des Lächelns Zeugnisse ihres Optimismus und verliehen dem mutigen Lächeln von Colgate Gesicht und Persönlichkeit.

• Der Content der Mitarbeitenden und Influencer wurde auf den Corporate-Social-Media-Accounts von Colgate hervorgehoben, für mehr Wirkung und Konsistenz.

• Für mehr Glaubwürdigkeit wurde die Kampagne mit einer intensiven PR-Strategie über traditionelle Medien (Print, Blogs) verbreitet.

• Und schließlich wurde die Kampagne über Facebook- und Instagram-Ads in den sozialen Medien verstärkt, vor allem durch Boosts von Influencer-Content, für mehr Sichtbarkeit und eine breitere Akzeptanz bei Publikum und Kunden.

Größere Reichweite und mehr Engagement, kombiniert mit positiven Reaktionen von Kunden und Mitarbeitenden in den sozialen Medien, zeigen: Wenn du dein Influencer Marketing in deinen übergeordneten Marketingplan integrierst, profitiert deine Marke auf viele Arten.

2. Ehrliche Kooperationen: langfristig denken

In diesem Jahr äußerten sich Einzelpersonen und Gemeinschaften lauter zu den moralischen, sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Themen, die ihnen wichtig sind. Private und öffentliche Institutionen wurden anfälliger für öffentliche Kritik, und Menschen in Macht- und Einflusspositionen standen stärker im Fokus. Die genauere Beobachtung derer, die im Rampenlicht stehen, ebnete den Weg für bewusstere und wertorientiertere Beziehungen zwischen Social-Media-Persönlichkeiten und den Marken, mit denen sie arbeiten. Dieser „Werte-Match“ war für Marken schon immer ein zentrales Anliegen, 2021 wird er aber vor allem für die Influencer selbst zum Muss.

Für sie wird es also immer wichtiger, Kooperationen zu wählen, die wirklich zu ihrer Online-Persönlichkeit passen, und nicht jede Kampagne anzunehmen, die ihnen angeboten wird, damit ihre bezahlten Partnerschaften nicht auf Skepsis stoßen.

2020 entschieden sich mehr Marken für langfristige Partnerschaften mit Influencern und starteten länger laufende Kampagnen mit engagierten Partnern statt einmaliger Markenaktionen. Wir gehen davon aus, dass sich diese Entwicklung im neuen Jahr noch verstärkt. Das haben wir bei unseren Kunden beobachtet und ihnen empfohlen, unabhängig von Standort und Branche.

Die Gründe:

• Längere Partnerschaften zeigen eine symbiotische Beziehung zwischen der Marke und ihrem Botschafter und machen die Kooperation glaubwürdiger.

• Ein Markenbotschafter kann seinen Content viel leichter an veränderte Umstände anpassen, wenn er die Visionen und die geschäftliche Ausrichtung der Marke bereits genau kennt.

• Eine solche Partnerschaft garantiert in der Regel einen stetigen Content-Fluss und gibt der Marke einen Content-Vorrat, den sie auf ihren eigenen digitalen Kanälen oder über Ad-Amplification wiederverwenden kann.

So machst du es 2021 richtig:

• Schau hin und hör zu. Integre Influencer sprechen in ihren Posts über Themen, die ihnen wichtig sind. Erstelle deine Shortlist danach, wie stark ihre persönlichen Werte mit deinen übereinstimmen, und entwickle Kampagnen gemeinsam mit ihnen: Frag sie nach Ideen und gib ihnen die kreative Freiheit, deine Produkte in ihrem eigenen Stil zu bewerben.

• Vergiss bei der Auswahl der Influencer nicht, Diversität und Inklusion durch Repräsentation zu feiern. Die soziale Verschmelzung von Kulturen, Hautfarben und Charakteren ist 2021 der Schlüssel zu mehr Reichweite. So vermeiden Marken, potenzielle Kunden zu verprellen. Das gelingt dir, wenn du mit Influencern und aufstrebenden Social-Media-Stars arbeitest, die ihre Community als positive Vorbilder sieht.

• Gib, statt nur zu nehmen. Rück deine Markenbotschafter genauso ins rechte Licht, wie sie deine Produkte und Services positiv hervorheben. Sei großzügig mit dieser gegenseitigen Wertschätzung: Sei Fan deiner Influencer, teile ihre Posts und schenk ihnen wenn möglich deine Produkte, damit sie selbst erleben, worum es bei dir geht. Gegenseitigkeit ist der Schlüssel.

3. Brand Advocacy: ungenutzte Verbindungen erschließen

Brand Advocacy über deine engsten Verbündeten, also deine Mitarbeitenden, Geschäftspartner und Kunden, ist nichts Neues und wird von Influencer-Marketing-Expertinnen und -Experten seit Jahren empfohlen. Auch wenn Unternehmen diese Chance noch weitgehend verpassen, haben wir beobachtet, dass einige Marken Advocacy-Programme einführen und hoffentlich 2021 anderen den Weg ebnen.

Mitarbeitende der Marke

Deine besten Markenbotschafter kennen dich bereits. Sie sind die stillen Heldinnen und Helden, die deine Produkte, Services und Unternehmenskultur ganz organisch bewerben. Sie kennen dein Business in- und auswendig, wissen, wofür du stehst und wohin sich deine Marke entwickelt, und legen ein gutes Wort für dich ein, wenn sie sich als aktiver Teil deines Wachstums wertgeschätzt fühlen.

Überprüfe die Beziehung zu deinen Führungskräften und Abteilungsleitern. Geh auf deine Geschäftspartner zu. Lerne deine Mitarbeitenden kennen. Tausch dich aus und verbinde dich auf menschlicher Ebene.

Genau das tat der schwedische Fast-Fashion-Händler H&M 2019, als er in den USA H&M Insiders startete: eine Kampagne, die den persönlichen Mode- und Einrichtungsstil von 12 ausgewählten H&M-Mitarbeitenden zeigte. Das Geniale an dieser Kampagne: Sie war nicht nur ein Lookbook der Mitarbeitenden. Die Marke steigerte ihre Sichtbarkeit organisch, indem sie ansprechendem Content abseits der üblichen Marketingwege eine menschliche Note gab. Die Kampagne war zeitsparend und kosteneffizient, um sich herumzusprechen.

H&M stellte außerdem die persönlichen Instagram-Handles seiner 12 Insider heraus, damit Kunden sehen können, wie H&M-Verkaufsmitarbeitende die Marke in ihren Lifestyle einbinden. Laut National Retail Federation Insiders ist das eine interessante Abkehr von der früheren Marketingstrategie von H&M, monatlich mit 25 bis 50 Influencern zu arbeiten.

Mario Moreno, Head of Marketing bei H&M USA, erwähnte, dass „H&M mit jedem seiner Influencer vierteljährliche Check-ins durchführt, damit beide Seiten Feedback geben können: was ihnen gefallen hat, was gut funktioniert und was besser werden könnte“.

Kunden der Marke

Deine zweitbesten Markenbotschafter sind deine Kunden. 51 % von 2.000 britischen Konsumenten, die für einen Customer Advocacy Report 2020 befragt wurden, vertrauen den Markenempfehlungen von Freunden oder Partnern mehr als jeder anderen Quelle. Der Report hält außerdem fest, dass 30 % der Markenempfehlungen offline stattfinden. Das bestätigt den Vorteil eines Empfehlungsprogramms, das alltägliche Gespräche verfolgt und optimiert, um positive Ergebnisse zu erzielen.

Denk daran: Kunden setzen sich nur für deine Marke ein, wenn sie wirklich zufrieden sind. Sie kennen deine Produkte aus erster Hand, also bitte sie ruhig um Bewertungen oder eine Erwähnung.

Marken, die Customer-Advocacy-Programme beherrschen, versüßen ihre Bitte mit den richtigen Anreizen. Denk an Sonderrabatte, Gutscheine, exklusiven Zugang, kostenlose Lieferung, Punkteprämien und Empfehlungsprogramme.

Wir empfehlen dir, auf diejenigen zuzugehen, die bereits mit den Social-Media-Accounts deiner Marke interagieren, um Kunden zu Superfans zu machen. Halte Ausschau nach Menschen, die deine Posts liken, kommentieren und teilen, und sei wenn möglich relevant für ihr Leben. Setz auf Mundpropaganda: Diese engagierten Kunden werden bei Familie, Freunden, Community und Kollegen ein gutes Wort für deine Marke einlegen.

4. Breitere Verbreitung: neue und alternative soziale Kanäle erkunden

Ein neues Jahr, ein neues soziales Netzwerk, das man im Blick behalten sollte. Während 2020 das Jahr war, in dem TikTok wirklich die Bühne betrat, sagen wir für 2021 den steilen Aufstieg weiterer Netzwerke voraus.

Content Creator haben 2020 ihre Online-Sichtbarkeit und ihre Einkommensmöglichkeiten mit Instagram, TikTok und Twitch gesteigert.

Instagram

2020 war Instagram bislang noch immer der meistgenutzte Kanal im Influencer Marketing. Die Plattform will alles haben und hat es sicherlich auch.

Zuerst kam 2016 der Start der Instagram Stories, inspiriert von Snapchat. Dann folgte 2018 IGTV, inspiriert von YouTube. 2019 kam Instagram Checkout, inspiriert von WeChat. 2020 war geprägt vom Rollout von Checkout auf allen Instagram-Formaten und dem überraschenden Start von Instagram Reels, inspiriert vom Neuling auf dem Markt: TikTok. 2021 wird diese ständige Innovation es der Plattform und den Marken, die dort kommunizieren, mehr denn je ermöglichen, ein größeres Publikum zu erreichen und mit einer breiteren Palette an Content-Formaten mehr Ziele zu erfüllen.

Heute haben wir vielleicht noch nicht genug Weitblick, um Prognosen über Erfolg oder Nutzung dieses Formats im Jahr 2021 zu machen, aber der vielversprechende Start ist kaum zu übersehen. Im August 2020, dem Monat, in dem Instagram Reels einführte, holten der britische Modehändler TopShop und Influencerin Marisa Martins zusätzlich mehr als 1,6 Mio. Views mit einem einzigen Post, der Outfit-Kombinationen zeigte.

Instagram wird seinen Reels-Algorithmus voraussichtlich verbessern und neue Werbeformate in die Reels-Funktion integrieren, zumal Produkte jetzt direkt im Content kaufbar sind. Die clevere neue Kombination aus Reels und Checkout gibt Creatorn und Händlern eine neue Einkommensquelle.

TikTok

TikTok wächst seit seinem weltweiten Start stetig und hat sich im vergangenen Jahr wirklich einen Namen gemacht. Da große Teile der Bevölkerung während der Pandemie zu Hause bleiben mussten, stieg die Social-Media-Nutzung stark an, und videobasierte Plattformen wie TikTok profitierten besonders von der zusätzlichen freien Zeit.

Von Januar bis November 2020 war TikTok weltweit die am häufigsten heruntergeladene Mobile App, noch vor Facebook und WhatsApp.

Zuerst von der Gen Z entdeckt und bevölkert, wird die App inzwischen auch bei Millennials und sogar Boomern immer beliebter. Wie jedes andere soziale Netzwerk hat TikTok eigene Influencer hervorgebracht, die die Welt im Sturm erobert haben, etwa die Amerikanerin Charli D’Amelio, die als erste TikTok-Nutzerin 100 Mio. Follower in der App erreichte. Näher an uns hat Celine Dept 11,3 Mio. Follower und ist damit die größte TikTokerin im Benelux-Raum. Das neue Netzwerk hat aber nicht nur neue Influencer hervorgebracht, 2020 kamen auch viele etablierte Instagram-Influencer, Prominente und Medien in die Video-App.

Die Marken, die ihr Influencer-Marketing-Budget in TikTok investiert haben, stammten vor allem aus den Bereichen Lifestyle und Musik. Diese Marken erreichten ihre Marketingziele wie Sichtbarkeit und Engagement auch auf beeindruckende Weise, mit unterhaltsamem und spontan wirkendem Content.

Zu den beliebtesten Influencer-Kooperationen 2020 gehörten Produktdemos, Unboxings (Produktvorstellungen oder Tests), Duette mit unterhaltsamer Musik, Tänze und Spezialeffekte. An der Spitze der TikTok-Trends stehen „Challenges“ rund um einen beliebten #Hashtag, die Marken nutzen oder selbst in Zusammenarbeit mit Content Creatorn starten können.

Die Marke Oreo erkannte die Chance der „Challenge“ und startete The Oreo Challenge, um das Beste aus einer schlechten Situation zu machen: Sie forderte Influencer auf, an ihrem Spiel Stay Home Stay Playful teilzunehmen. Unter der Leitung der Agentur Stellar im Benelux-Raum sollten belgische und niederländische Influencer den ikonischen Oreo-Keks ohne Hände von der Stirn in den Mund befördern. Das mag einfach klingen, aber die TikTok-Videos mit den vielen gescheiterten Versuchen beweisen das Gegenteil! Weltweit erzielte die #oreochallenge 119,3 Mio. Views, und die geschätzte Reichweite im Benelux-Raum lag bei rund 1,2 Mio.

Ein weiteres kreatives Beispiel für eine erfolgreiche TikTok-Kampagne, diesmal aus der Musikbranche, ist die Kampagne von Sony Music zur Veröffentlichung von Atrévete, einer Single des Reggaeton-Künstlers Nicky Jam in Zusammenarbeit mit dem panamaischen Sänger Sech. Sony Music lief die Kampagne in Spanien, Argentinien und Italien mit dem Hashtag #showsomelove. Das Musikunternehmen beauftragte zwölf Influencer mit je einem TikTok-Video. Das Ergebnis: eine Gesamtreichweite von 8 Mio. engagierten TikTok-Nutzern, 1,2 Mio. Likes, eine durchschnittliche Engagement-Rate von 6 % und 10.300 nutzergenerierte Videos.

TikTok wird seinen Aufstieg 2021 fortsetzen und dabei von der wachsenden Beliebtheit von Live- und Social Commerce profitieren, einschließlich Livestream-Commerce.

Twitch

Mit der wachsenden Beliebtheit von Live-Videos in den sozialen Medien könnte Twitch das nächste große Ding werden. Zum Zeitpunkt des Schreibens sitzt die Mehrheit der Twitch-Nutzer in den USA, doch auch in Europa wächst die Beliebtheit, mit Deutschland und Großbritannien auf Platz zwei und drei.

Jenseits der großen Social-Media-Player steht Twitch für eine boomende Community von 15 Mio. täglich aktiven Nutzern, die im Schnitt zwei Stunden pro Tag Twitch-Livestreams schauen. Das macht die Plattform zu einem hervorragenden Weg für Markensichtbarkeit in Influencer-Kampagnen. (via Mediakix)

Auch wenn Twitch vor allem mit Gaming und E-Sport verbunden wird, entwickelt es sich schnell zur ersten Adresse für Marken und Livestreaming-Content im Allgemeinen. 2020 fanden wir Streamer und Kanäle zu den unterschiedlichsten Themen: Kochen, Musik, Fitness, DIY und mehr.

Neben seinem riesigen Publikum und den Sichtbarkeitschancen ist Twitch für Marketer wegen seines Publikumstyps und der einzigartigen Möglichkeiten für Engagement wertvoll.

Mit Influencer-Kampagnen auf Twitch erreichen Marken eine sehr spezifische Zielgruppe: 81,5 % männliche Nutzer, davon 55 % zwischen 18 und 34 Jahren.

Beim Engagement sorgen die ungefilterten und oft langen Twitch-Livestreams für sehr authentischen Content, der Communitys anspricht. Creator streamen sich selbst, interagieren aber vor allem über den Twitch-Chat mit den Zuschauern, und genau dort passiert die Magie. Außerdem können Zuschauer ihre Lieblingsstreamer mit Spenden und Abos unterstützen.

Laut Twitch interagieren 62 % der Zuschauer täglich mit E-Sport- und Gaming-Persönlichkeiten, 70 % unterstützen sie finanziell und 64 % kaufen von ihnen empfohlene Produkte. Diese beeindruckenden Zahlen machen die Plattform in Sachen Community-Engagement, Loyalität und Conversion-Potenzial einzigartig.

Langsam, aber sicher finden Marken neue Wege, Twitch für ihre Influencer-Kampagnen zu nutzen.

Eine bekannte Fallstudie ist die Partnerschaft zwischen der Twitch-Gamerin „RoryPlays“ und dem Sims-Franchise zur Veröffentlichung des Erweiterungspacks Die Sims 4: Hunde & Katzen. RoryPlays organisierte ein gesponsertes Video, in dem sie das Spiel spielte und im Rahmen des zweistündigen Livestreams seine wichtigsten Features vorstellte, mit einem Link, über den die Nutzer das Spiel kaufen konnten.

Eine weitere Möglichkeit, eine Marke mit einem Twitch-Influencer zu bewerben, sind Giveaways während der Livestreams. Ein gutes Beispiel ist die Kampagne „Winner Winner Chicken Dinner“ von DrLupo und KFC. DrLupo, 4,4 Mio. Follower, bat seine Zuschauer, „dinner dinner“ in den Chat zu tippen, wenn er im Spiel andere Teilnehmer besiegte. Dann verschenkte DrLupo kostenlose Chicken Dinner an einige seiner Zuschauer. KFC nutzte Twitch-Influencer-Marketing, um die Markenbekanntheit zu steigern und mit seiner Zielgruppe in Kontakt zu treten. Durch ein neues Bucket-Emote weckte die Marke großes Interesse beim Publikum. Selbst nach der Aktion machten andere Content Creator Podcasts und schrieben Artikel über das Emote.

Für Marketing ist es nie zu spät: UberEats sprang schon 2018 auf den Twitch-Zug auf und tat sich mit dem leidenschaftlichen Gamer und Streamer Tyler Blevins zusammen. Die Challenge: zwischen Bestellung und Lieferung so viele Gegner wie möglich auszuschalten. Für jeden Kill erhielten seine Zuschauer 1 % Rabatt. Als seine Bestellung ankam, hatte er in Fortnite 25 Gegner ausgeschaltet und damit 25 % Rabatt für seine Fans erspielt. Mit dem eigens erstellten Code NINJAMOS war die Kampagne ein riesiger Erfolg und zwang UberEats sogar, den Aktionszeitraum von 3 Tagen auf nur 1 Tag zu verkürzen! (via Shane Barker, Mai 2020).

5. Live gehen: Spaß und Interaktion in Echtzeit

Als unsere lang ersehnten Festivals und geselligen Treffen abgesagt wurden, wandten wir uns Twitch, TikTok, YouTube, Instagram und Facebook Live zu, um mit Musik, Partys, Gaming und anderer Unterhaltung die Zeit zu vertreiben und unsere Kalender zu füllen. In einer Zeit, in der sich viele von uns isoliert fühlten, waren „Live“-Verbindungen der soziale Balsam, den wir brauchten.

Live gehen ist auch für Unternehmen ein wirksames Influencer-Marketing-Tool. Anders als statischer Content (Fotos), kurze Clips (GIFs, Memes, Loops) und vorproduzierte Videos lüften Livestreams den Vorhang zwischen den Beteiligten. Sie ermöglichen einzigartige Interaktionen und geben allen, Influencern wie Communitys, das Gefühl, wahrgenommen zu werden.

Live-Formate ermöglichen Marken und Influencern spannende Aktionen über Interviews, Blicke hinter die Kulissen, Takeovers, Shoutouts, Reviews, Produktplatzierungen, Unboxings, Demos, Giveaways, Wettbewerbe, Challenges und virale Hashtags.

Der USP von Livestreams liegt darin, mehrere Ziele zu erreichen, ohne viel in die Produktion zu investieren:

• Sichtbarkeit steigern. Fans und Abonnenten können den Livestream und, wenn möglich, später die Aufzeichnung genießen.

• Engagement erzeugen dank ehrlicher, ungezwungener Gespräche

• Klicks generieren, wo Links eingefügt werden können

• Käufe vorhersagen anhand der Live-Fragen und des Feedbacks potenzieller Kunden

• Sales ankurbeln dank Shopping-Funktionen in sozialen Medien wie Instagram Checkout oder auf Webplattformen, ob im Besitz der Marke oder nicht.

In einer Zeit, in der die Messung des ROI ein Muss ist, ist Livestreaming einer der seltenen Bereiche, in denen viele messbare und präzise Ergebnisse in Echtzeit verfügbar sind: Zuschauerzahlen, durchschnittliche Wiedergabezeit, geografische Herkunft, genutztes Endgerät und weitere hilfreiche Kennzahlen.

Ein weiterer Grund für die breite Nutzung von Livestreams: Alle Organisationen können davon profitieren, „live zu gehen“.

Hilfsorganisationen können es als Tool nutzen, um Spenden zu sammeln und Aufmerksamkeit zu schaffen. Die Zusammenarbeit von Vloggerin und Gamerin Yarasky mit der Stiftung „Make-a-Wish“ in den Niederlanden und Belgien ist eine Erfolgsgeschichte in der jüngeren Geschichte der Livestreams. Yarasky organisierte einen 24-stündigen Livestream auf YouTube Live zugunsten des gemeinnützigen Programms, das Wünsche kranker Kinder erfüllt. Er brachte bis zu 10.000 € an Spenden sowie einen PR-Wert und eine Reichweite von 5,7 Mio. Menschen.

Auch die Event- und Hospitality-Branche kann von Online-Live-Events profitieren. Ein ganz aktuelles Beispiel: Das belgische Electronic-Dance-Music-Festival Tomorrowland streamte zur Begrüßung von 2021 eine Silvesterparty live. Die Tickets für dieses HD-Erlebnis wurden in drei Kategorien verkauft, mit B2B-Hospitality-Optionen für Unternehmen, um „Mitarbeitende oder Kunden einzuladen, Tomorrowland 31.12.2020 zu erleben“. DJ-Sets und Künstlerauftritte wurden live gestreamt, und vier verschiedene Bühnen sorgten für Abwechslung. Das Tomorrowland-Team arbeitete mit NAOZ zusammen, einer „brandneuen, ganzjährigen digitalen Entertainment-Location“.

Genau bei solchen Gelegenheiten können talentierte Menschen ihr Können zeigen und eine Monetarisierungschance bei einem unterstützenden Publikum nutzen, so wie Marken und Unternehmen die Erlebnisse bieten können, die Menschen suchen.

Wir empfehlen unseren Kunden, 2021 bei Livestream-Entwicklungen Instagram, TikTok und Twitch im Blick zu behalten, wie in Trend Nr. 4 beschrieben.

6. Social Commerce: Influencer als Produktvermittler

Als die Einkaufsstraßen schlossen, kauften wir online ein. Und nicht nur online, sondern per Livestream-Shopping innerhalb des Social-Media-Ökosystems.

„Coronavirus-Pandemie bringt Online-Verkäufe auf Hochtouren: mehr als 31 % Plus in nur drei Monaten“, titelte CNBC im August. Laut Daten des U.S. Census Bureau gaben Konsumenten in den USA im zweiten Quartal 2020 211,5 Mrd. US-Dollar im E-Commerce aus, ein Plus von 31,8 % gegenüber dem Vorquartal.

In China wiederum stieg das Livestream-Shopping laut iResearch, einem Marktforschungsunternehmen aus Shanghai, von 66 Mio. US-Dollar im Jahr 2019 auf 170 Mio. im Jahr 2020 (via Influencer Marketing Hub). Das chinesische Livestreaming-Netzwerk TaoBao, das zu Alibaba gehört, erreichte 2019 Berichten zufolge 400 Mio. Zuschauer und setzte mit virtuellem Shopping in Echtzeit 28 Mrd. US-Dollar um.

Was bedeutet dieser Trend für die Zukunft der Beziehungen zwischen Marken, Influencern und Followern? Was tun Social-Media-Plattformen und führende Webplattformen, um die Möglichkeiten für alle zu erweitern?

Die Inspiration WeChat

Nutzern das Einkaufen zu ermöglichen, ohne dass sie ihre App verlassen, war schon immer der Traum der westlichen Social-Media-Giganten, die sich an ihrem chinesischen Pendant WeChat orientieren.

Nachdem Instagram Checkout 2019 für eine begrenzte Gruppe früher Marken eingeführt hatte, ging die Plattform 2020 weiter, um das Potenzial auszubauen und allen zu zeigen. In den USA ist die Oberfläche jetzt in Posts, Live, Stories, IGTV und Reels verfügbar und ermöglicht dem Publikum, Produkte seiner Lieblingsmarken und/oder Creator zu durchstöbern.

Instagram und Facebook sind nicht die Einzigen, die ihr Wachstum auf Social Commerce ausrichten.

Im Oktober 2020 kündigte YouTube an, seine Videobibliothek in einen Katalog kaufbarer Artikel verwandeln zu wollen. Die Funktionen werden noch getestet, und wir glauben, dass einflussreiche YouTuber eine aktive Rolle bei ihrer Entwicklung spielen werden.

TikTok erkundet den Shopping-Bereich schon seit einiger Zeit. Es begann im vergangenen Jahr mit der Einführung von Hashtag #ChallengePlus, das einem Hashtag eine Shopping-Komponente hinzufügte und Nutzer, die das Video ansahen, direkt aus TikTok heraus zu einem Shop leitete. In diesem Jahr nutzten Marken wie Levi’s die „Shop Now“-Buttons von TikTok, damit Konsumenten über auf TikTok gepostete Links Produkte kaufen konnten, die von bekannten Influencern individuell gestaltet wurden.

Mit einem im Oktober angekündigten Deal ging die App eine Social-Commerce-Partnerschaft mit Shopify ein: Shopify-Händler können ihre TikTok-Marketingkampagnen direkt im Shopify-Dashboard erstellen. (Quelle: Tech Crunch)

Live Shopping

Während Instagram, Facebook und YouTube „Live“-Commerce-Funktionen entwickeln, testen und einführen, sorgt TikTok dafür, nicht ins Hintertreffen zu geraten. TikTok hat sich kürzlich mit Walmart für den ersten Pilottest eines „kaufbaren Produkts“ zusammengetan.

In einem Walmart-Livestream am 18. Dezember konnten TikTok-Nutzer aus dem Bekleidungssortiment von Walmart einkaufen, ohne die TikTok-App zu verlassen. Die Artikel wurden im Content von 10 TikTok-Creatorn präsentiert, angeführt von Host Michael Le, dem seine TikTok-Tänze mehr als 43 Mio. Fans eingebracht haben. (Quelle: Tech Crunch)

Auch große Tech-Player sind auf unterschiedliche Weise in den Video-Shopping-Trend eingestiegen: Google über seine Forschungs- und Entwicklungsabteilung, Alibaba über AliExpress und Amazon über sein QVC-ähnliches Amazon Live, das sich zu einem florierenden Markt für Influencer in Nordamerika entwickelt und eine Community von Influencern aufbaut, die über das Amazon Influencer Program vergütet werden.

Handelsmarken wie Fnac Darty oder Clarins haben begonnen, in Tools wie Caast.tv zu investieren, um eigene Livestreams direkt auf den Produktseiten ihrer E-Shops zu veranstalten.

Ob live auf ihren eigenen Social-Media-Kanälen, auf der Markenplattform oder auf einem Marktplatz: Die sorgfältig ausgewählten Influencer, die Lives moderieren, reichen von führenden Branchenexperten und Influencern über Mikro-Influencer bis zu den eigenen Mitarbeitenden der Marke.

Entscheidend ist, eine Person zu finden, die unterhaltsam auftritt, das Interesse des Publikums halten kann, Fragen zu den Produkten klar beantwortet und überzeugend Begeisterung für den Kauf weckt.

7. CSR: Influencer als Botschafter von Werten

Influencer spielten 2019 und 2020 eine enorme Rolle dabei, Solidaritätsbewegungen und sinnvollen Aktivismus online wie offline voranzutreiben. Wir mussten eine besorgniserregende globale Pandemie eindämmen, es gab Klimastreiks, BLM-Proteste, LGBTQ-Repräsentation und mehr, befeuert von persönlichen und kollektiven Ideen, die viele Menschen in den sozialen Medien teilten. Die Followerzahlen der Influencer erwiesen sich als wertvoll, um ein aufmerksames Publikum anzusprechen, das zuhören will.

Da die breite Öffentlichkeit von den Marken, die sie kennt und verfolgt, Verantwortung und Transparenz bei ihren Geschäftspraktiken forderte, wurden Influencer zu wirksamen Kommunikationsinstrumenten, um Botschaften über die sozialen, ökologischen und ethischen Verantwortlichkeiten und Verpflichtungen einer Marke zu verbreiten.

Bei Stellar sind wir überzeugt, dass Marken, die ihre CSR-Werte kommunizieren, die Unterstützung von mehr Kunden gewinnen werden.

Genau das hat unser Kunde Colgate-Palmolive 2020 mit einer Reihe von Influencer-Kampagnen für seine Marken Sanex und Colgate getan. Die Marken arbeiteten mit Botschaftern zusammen, die für Öko-Verantwortung und Mut stehen, um ihre eigenen Markenwerte und ihr Engagement auszudrücken, ebenso wie konkrete Maßnahmen, etwa neue bewusste Produktlinien und Produktionssysteme und/oder philanthropisches Engagement.

The North Face ist eine weitere Marke, die bekannt dafür ist, naturverbundene Abenteurer zu engagieren, die ihre Werte teilen: den Schutz der Umwelt, die Stärke des menschlichen Geistes und die Freude am Abenteuer. Zu diesen einflussreichen Persönlichkeiten gehören der Fotograf und Profikletterer Jimmy Chin, der Autor und Bergsteiger Jon Krakauer und der Free-Climbing-Athlet Alex Honnold, die vor allem über diese Werte sprechen und die Marke The North Face in ihren Posts nur am Rande erwähnen.

2019 beschloss die Marke, eine jüngere Kundschaft anzusprechen und dabei ihren Werten treu zu bleiben, die Natur zu feiern. Sie schickte eine Gruppe junger Influencer, darunter YouTuber Nathan Zed, die bildende Künstlerin Monica Hernandez, die Klimaaktivistin Maia Wikler und die Gwich’in-Jugendführerin Julia Fisher-Salmon, im Rahmen einer Expedition in das Arctic National Wildlife Refuge. Das Projekt „diente als zentraler Marketing-Schub, damit Influencer in North-Face-Kleidung Social Content über die Reise mit ihren zahllosen Followern teilen“. (Quelle: Business Insider Program)

Fazit

Während sich unser Team bei Stellar auf ein neues Jahr voller Überraschungen freut, trainieren wir unsere sozialen Muskeln, folgen beeindruckenden Marken, interagieren mit vielen aufstrebenden Social-Media-Stars, schmieden neue Ideen, passen uns an Veränderungen an und lernen dazu. Und wir freuen uns darauf, dass du uns auf dieser Reise durch das spannende Universum des Influencer Marketings begleitest.

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