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Influencer Marketing 2020: Die Trends für das neue Jahr
Kommen wir direkt zur Sache: Influencer Marketing ist gekommen, um zu bleiben. Und es bleibt nicht nur, es entwickelt sich auch rasant weiter. Das erste Jahr des neuen Jahrzehnts entpuppt sich als folgenreiches Jahr für das Influencer Marketing, mit dem…
Kommen wir direkt zur Sache: Influencer Marketing ist gekommen, um zu bleiben. Und es bleibt nicht nur, es entwickelt sich auch rasant weiter. Das erste Jahr des neuen Jahrzehnts entpuppt sich als folgenreiches Jahr für das Influencer Marketing, mit dem Aufstieg neuer Social-Media-Kanäle und einer sehr aktiven neuen Generation. Authentizität und Transparenz werden online immer wichtiger, deshalb ist es entscheidend, dass du gründlich recherchierst, bevor du entscheidest, mit welchem Influencer du zusammenarbeitest. Du willst wissen, was 2020 für das Influencer Marketing bereithält? Dann folge uns.
1. Messtools und Prognosen
In diesem Jahr werden die Investitionen in Influencer-Marketing-Plattformen steigen, deren Zahl 2019 deutlich gewachsen ist. Bei den beträchtlichen Budgets, die Marken in Influencer Marketing stecken, und dem ständigen Risiko von Influencer-Betrug, vor allem auf Instagram, können sich Werbetreibende bei der Wahl ihrer Botschafter keine Fehler mehr leisten. Social Media wimmelt von Leuten, die sich selbst für Influencer halten. Einen verlässlichen Partner findest du also nicht einfach aus dem Bauch heraus oder anhand eines bekannten Namens. Objektive Daten und Zahlen werden deine besten Freunde, denn sie geben dir einen klaren Überblick über die Performance eines Influencers und helfen dir, deine Auswahl gegenüber Entscheidern zu begründen.
Nur Plattformen mit einem breiten Angebot an verfügbaren Daten ermöglichen es, präzise und in Echtzeit relevante und echte Influencer zu identifizieren sowie ihren ROI zu messen und letztlich zu verbessern. Neue technologische Entwicklungen, die zunehmend auf KI setzen, machen es bereits möglich, falsche Follower und falsches Engagement eines Influencers besser zu erkennen. Außerdem lässt sich der Erfolg oder Misserfolg einer Kampagne vorhersagen und erklären, mit Zugriff auf Ergebnisse zum Engagement, aber auch zu tatsächlichen Conversions (Traffic, Sales) und zu den Reaktionen der erreichten Zielgruppen (Kommentare und Stimmungen).
Ob von Marken oder ihren Agenturen genutzt: Plattformen werden 2020 ein Muss sein und sich mit den Bedürfnissen der Marketer sowie dem Aufkommen neuer sozialer Netzwerke weiterentwickeln.
2. Instagram Stories
Da Video-Content auf dem Vormarsch ist, posten Influencer immer mehr Stories und nutzen sie als starkes Werkzeug, um ihre Engagement Rate zu steigern. Die Stories-Funktion ist seit ihrer Einführung im August 2016 ein Erfolg, und 400 Millionen Menschen nutzen sie täglich. Laut Mediakix belegen klassische Posts zwar immer noch den ersten Platz unter den effektivsten Content-Formaten im Influencer Marketing, Stories folgen aber auf einem starken zweiten Platz mit 73 % gegenüber 78 % für klassische Posts.
Es gibt viele Gründe, warum Stories diese Liste im Sturm erobert haben, und aus Sicht einer Marke ist klar, dass sie eine ganz neue und sehr effektive Engagement-Möglichkeit bieten. Stories vermitteln wirklich das Gefühl, direkt mit einem Influencer interagieren zu können. Sie zeigen Momente oder Situationen oft weniger geschliffen und realer als Bilder. Influencer fragen ihre Follower außerdem häufig mit Umfragen nach ihrer Meinung oder organisieren eine Q&A-Session, bei der die Community über ein Formular in einer Story Fragen stellen kann. Dazu kommt die Möglichkeit, live zu gehen und Fragen direkt zu beantworten oder Follower sogar am Live-Video teilnehmen zu lassen. Wenn das kein Engagement ist, wissen wir auch nicht.
Ein weiterer Grund, warum Marken Stories als starkes Werkzeug sehen: Sie bieten eine enorme Chance, die Conversion Rate zu steigern, weil sich mit der „Swipe up“-Funktion ein starker CTA einsetzen lässt, der die Zuschauer zu einem längeren Video, einem Onlineshop oder zur Teilnahme an einem Gewinnspiel weiterleitet.
3. TikTok
Ok, Boomer (und Millennial), Zeit, sich alt zu fühlen. Gerade als du dachtest, du wüsstest alles über Instagram, betritt ein neuerer und jüngerer Player den Markt. TikTok erobert Social Media im Sturm und ist schnell zur bevorzugten Plattform der Gen Z geworden. 800 Millionen aktive Nutzer innerhalb von 3 Jahren zu gewinnen, ist keine Kleinigkeit, und die Zahlen wachsen weiter, während wir hier schreiben. Was also hebt diesen neuen Player von den anderen ab? Gibt es nicht jede Menge anderer Apps, mit denen man die Lippen zu einem Song bewegen kann? (Ja, die gibt es.)
Wie du weißt, können Nutzer auch auf beliebten Plattformen wie Instagram (kurze) Videos hochladen, entweder über Stories oder im Feed. TikTok ist jedoch zur Video-Plattform schlechthin für die Gen Z geworden: 66 % der Nutzer sind jünger als 30 Jahre. Die App erreicht damit eine ganz neue Generation, die extrem internetaffin ist und laut 99firms im Schnitt 11 Stunden pro Woche am Smartphone verbringt. Die Zahl der TikTok-Nutzer steigt rasant und es sieht nicht so aus, als würde sich das bald verlangsamen.
Die Anziehungskraft von TikTok liegt vor allem darin, wie leicht man selbst zum Content Creator wird, und im Reiz kurzer, lustiger Videos (TikTok-Videos dauern 15 Sekunden). Neben überwiegend Teenagern, die Lippen zu Songs bewegen, gibt es jede Menge Content rund um Challenges und Wettbewerbe, und genau hier solltest du aufmerksam sein, denn diese erzielen manchmal bessere Ergebnisse als auf Instagram. TikTok-Nutzer und die Gen Z im Allgemeinen sind weniger empfänglich für altmodische Werbung wie auf Facebook und Instagram, und ein großer Teil des Reizes liegt darin, dass die App auch keine Werbung zulässt. Die Community sucht mehr Authentizität als auf den genannten Plattformen, und Kreativität wird hoch geschätzt. Deshalb ist es entscheidend, dem Influencer, mit dem du zusammenarbeiten willst, (fast) völlige Freiheit zu lassen, damit er möglichst viele Menschen erreicht und deine Marke so natürlich und originell und damit so effektiv wie möglich bewirbt. TikTok macht Instagram seine Spitzenposition im Social-Media-Universum zunehmend streitig, und nur die Zeit wird zeigen, welche Plattform sich durchsetzt.
4. Langfristige Markenbotschafter
Social Media wird erwachsen, und Influencer Marketing auch. Deshalb sehen wir eine Veränderung in der Dauer von Partnerschaften zwischen Marken und Influencern: Es scheint, als bewegten wir uns weg von „Netflix & Chill“ hin zu einer eher „offiziellen“ Beziehung.
Diese Entwicklung bringt beiden Seiten klare Vorteile. Marken vertrauen dem jeweiligen Influencer und müssen nicht viel Zeit investieren, um für jede Kampagne einen neuen Influencer zu finden. Der Influencer wiederum wird in der Regel als authentischer und verlässlicher wahrgenommen, wenn er sich darauf beschränkt, nur wenige Produkte zu bewerben. Auch die Authentizität der Marke wird für Verbraucher immer wichtiger, denn sie schauen nicht nur auf die Marke und das Produkt, sondern auch darauf, wofür sie stehen.
Einen festen Pool von Influencern zu nutzen, der deine Produkte und deine Marke kontinuierlich bewirbt, eine sogenannte Always-on-Zusammenarbeit, ist ein Trend, der immer beliebter wird. Im Vergleich zu einmaligen Kampagnen mit ständig wechselnden Influencern trägt er zur Glaubwürdigkeit und Transparenz der Marke bei.
5. Profile mischen
Ein weiterer Trend, den wir 2020 sehen werden, ist der Einsatz unterschiedlicher Influencer-Typen. Anfangs dachte man: je größer der Influencer, desto besser. Aber Größe ist nicht alles. Je nach Marke, Produkt und Kampagnenziel kann es sinnvoll sein, auf kleinere, sogenannte Micro- und Nano-Influencer zu setzen. Influencer mit einer kleineren Community wirken oft authentischer oder natürlicher und haben tendenziell eine höhere Engagement Rate, während Macro-Influencer dir schneller Sichtbarkeit und Buzz verschaffen, allerdings zu höheren Kosten. Wenn du dich für Macro- oder Micro-Influencer entscheidest, musst du dich nicht auf diese Strategie festlegen. Die Erfahrung zeigt, dass der Einsatz verschiedener Influencer-Typen übers Jahr oder sogar innerhalb einer Kampagne gut funktionieren kann. Es hängt wirklich von deinem Ziel, deinem Markenangebot und deinem Budget ab.
Was auch immer dein Ziel ist: Nutze Daten, um eine fundierte Entscheidung zu treffen und deine Kampagne so effektiv wie möglich zu machen. Die Zahl der Follower ist nicht alles, und den richtigen Fit für deine Marke zu finden, kann den ROI jedes ausgegebenen Euros deutlich steigern. Und ist es nicht genau das, was wir alle wollen?
6. Virtuelle Influencer
Wenn wir einen der neuesten Trends im Influencer Marketing beschreiben, müssen wir über das Mädchen oder den Jungen von nebenan und sogar über die „echte Welt“ hinausschauen: virtuelle Influencer. Stell dir vor, dein Sims-Charakter wäre ein weltberühmter Influencer, der große Marken bewirbt und Millionen Follower hat. Was könnte da schiefgehen? Der erste virtuelle Influencer kam 2016 auf Instagram und wird von einem Unternehmen aus Los Angeles betrieben. Lil Miquela hat 1,9 Millionen Follower gesammelt und war bereits zusammen mit Supermodel Bella Hadid in einem Werbespot für Calvin Klein zu sehen.
Welche Vorteile hat also die Zusammenarbeit mit einem virtuellen Influencer? Eine Studie von HypeAuditor zeigt, dass virtuelle Influencer tendenziell eine deutlich höhere Engagement Rate haben als ihre menschlichen Pendants, fast dreimal so hoch. Kombiniere das mit einer erheblich geringeren Investition, und du hast ziemlich starke Argumente. Und schließlich ist die Zusammenarbeit mit virtuellen Influencern planbar. Als Marke kontrollierst du zu 100 %, was der Influencer tut und wie sich das auf deine Marke und Identität auswirkt.
Aber immer langsam mit den jungen Pferden: Es ist nicht alles Gold, was glänzt, und virtuelle Influencer bringen auch einige Herausforderungen mit sich. Eine Studie von City AM zeigte, dass die Darstellung völlig perfekter „Personen“ dazu beitragen kann, dass Menschen das Gefühl haben, diesem „perfekten“ Standard gerecht werden zu müssen. Wie bei anderen KI-Themen stellen sich auch bei virtuellen Influencern ethische Fragen. Fragen nach den Eigentumsrechten, danach, wer hinter der Figur steckt, und nach der Möglichkeit, mit Tausenden von Followern 1:1 zu interagieren und dadurch tiefe, persönliche Bindungen aufzubauen, sind berechtigt und sollten berücksichtigt werden, wenn du die ersten Schritte in die Welt der virtuellen Influencer machst.
Neugierig, wie deine Marke von diesen neuesten Trends profitieren kann? Melde dich bei uns, und wir helfen dir sehr gerne, dich im digitalen Dschungel des Influencer Marketings zurechtzufinden.

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